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07.06.2018
Die Würfel sind mal wieder gefallen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Groß Grönau,
die Kommunalwahl am 6.5. ist überstanden, und nun warten viele von Ihnen auf das Ergebnis. Hier ist es: 
Die Zahlen in der Tabelle sind gebildet worden aus Daten, die ich am Wahlabend in den Wahllokalen eingesammelt habe. Soweit es möglich war, habe ich sie mit dem vorläufigen Ergebnis des Amtes Lauenburgische Seen abgeglichen. Das Endergebnis kann also hiervon noch abweichen. Fest steht:
  • Die Personen, deren Namen grau unterlegt sind, sind direkt gewählt.
  • Die Verteilung der 17 Mandate ist folgende: SPD 8 Mandate, CDU 7 Mandate, FDP 2 Mandate
Weitere Informationen im Fraktions-Bereich dieser Website.

Hartmut Angenendt
12.05.2018
Bilanz 2013-2018

Es ist Zeit, einen Rückblick auf die Arbeit der jetzt endenden Wahlperiode zu halten.
Im Jahr 2013 wurde die jetzige Gemeindevertretung gewählt mit dem Ergebnis, dass SPD und CDU jeweils 8 und die FDP einen Vertreter in den Gemeinderat entsenden konnten. Damit hatte die FDP bei der Wahl des Bürgermeisters die ausschlaggebende Stimme. Nach langwierigen Verhandlungen und internen Abstimmungen wurde Eckhard Graf gewählt. Wir hatten bisher keinen Grund, diese Entscheidung zu bereuen.

Wir konnten erreichen, dass die FDP auch im Amtsausschuss vertreten ist. In der ersten Fachausschusssitzung in den Breitbandausschuss des Amtes in Harmstorf zeigte der Ausschuss des Kreises die Probleme auf, die im Amt gelöst werden müssen, um eine Glasfaserversorgung gewährleisten zu können. Die Gemeinde Groß Grönau hatte damals diese Aufgabe noch nicht an das Amt übertragen, weil man alternative Lösungen prüfen wollte. Eine schnelle Verbindung mit 1Gbit/s, wie wir sie (als einzige) im letzten Kommunalwahlprogramm gefordert hatten, war so aber nicht zu erreichen. Wir haben uns energisch und erfolgreich für die Kooperation vom Amt Lauenburgische Seen und VSmedia eingestzt mit dem Erfolg, dass jetzt die Glasfasern in unseren Straßen liegen - der größte Erfolg dieser Wahlperiode.
Was war in der Legislaturperiode sonst noch wichtig? Für die Sportler ist es sicherlich das Grönau-Forum, an dessen Realisierung wir mitgewirkt haben. Und es war eine gute Idee auch die Gemeinderäume mit einzuplanen, die durch den Verkauf der Alten Schule nicht mehr zur Verfügung standen. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir dort jetzt provisorisch KiTa-Plätze einrichten konnten, was in der Alten Schule nur mit sehr teuren Umbauten möglich gewesen wäre.
Für alle Einwohner ist gesicherte Wasserversorgung unverzichtbar. Der weitere Tiefbrunnen und die vollständige Ringversorgung waren notwendig, wurden in Angriff genommen und sind fertig! Mit dem Bau eines Reinwasserbehälters im nächsten Jahr sollte die Versorgungssicherheit noch weiter verbessert werden.
Auch die Stärkung der Feuerwehr durch Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses und regelmäßige Erneuerung der Ausrüstung ist wichtig und wurde von uns unterstützt.
Engagiert waren wir auch bei der Förderung des Tennisvereins.

Rainer Schulz-Taurnier
10.05.2018
Frauenpower von der FDP - und das Programm
Die FDP hat ihre Liste aufgestellt und bietet mehr Direkt-Kandidatinnen, als alle anderen Parteien. Vier Kandidatinnen stellen sich für die FDP Groß Grönau zur Wahl: Gabriele Angenendt (St. Hubertus), Dr. Ulrike Klees (mittleres Dorf), Sabine Taurnier (mittleres Dorf) und Bärbel Weismann (St. Hubertus). Die männlichen Bewerber sind: Hartmut Angenendt (mittleres Dorf), Rainer Schulz-Taurnier und Prof. Winfried Stöcker (beide altes Dorf).
Die Liste sieht folgendermaßen aus: 1. Rainer Schulz-Taurnier (gegenwärtig Gemeindevertreter) 2. Hartmut Angenendt (Finanz-Ausschuss und vertetend in weiteren Ausschüssen) 3. Sabine Taurnier (vertretend im Amtsausschuss, Schulausschuss und Ausschuss Soziales-Kultur-Sport) 4. Prof. Winfried Stöcker, 5. Gabriele Angenendt, 6. Bärbel Weismann, 7. Dr. Ulrike Klees. Kurzporträts dieser Personen finden Sie hier.
Wir sind überzeugt, mit dieser Liste eine interessantes personelles Angebot für Kommunalwahl am 6. Mai zu haben: Die Listenplätze 1 - 3 sind mit Erfahrungsträgern besetzt. Die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten sind in verschiedenen Feldern engagiert und dadurch in der Lage, neue Impulse in die politische Arbeit der Fraktion einzubringen. Wir hätten gerne noch zwei weiteren Personen die Möglichkeit gegeben, über die FDP in die Kommunalpolitik einzusteigen, aber leider ist es uns trotz intensiver Suche nicht gelungen, die verfügbaren Plätze zu besetzen. Schade! So können Sie im alten Dorf und in St. Hubertus nur zwei Stimmen bei der FDP unterbringen. Das sollten Sie dann aber auch tun! Im mittleren Dorf gilt der alte Grundsatz: Alle drei Stimmen der FDP!

Was wollen wir mit Ihren Stimmen tun? Dazu lesen Sie bitte unser ausführliches Programm!

Übrigens: bei der Kreistagswahl sollten Sie die eine Stimme, die Sie haben, auch der FDP geben!

Hartmut Angenendt

Hier finden Sie Beiträge, die nicht mehr ganz aktuell sind. Sie sind nach dem Archivierungsdatum geordnet.

21.12.2013

Traurig, traurig!

Mit dem Wahlergebnis der FDP bei der Bundestagswahl kann man nicht zufrieden sein. Die Details sollen hier nicht dargestellt werden, denn die findet man sehr übersichtlich auf der Website des Kreises. Dort gibt es getrennte Darstellungen für Erststimmen und Zweitstimmen.
Für uns ist das Ergebnis in Groß Grönau sehr enttäuschend; dies umso mehr, als wir den Wahlkampf eigentlich als sehr positiv empfunden hatten: Plakate und Flyer wurden zur rechten Zeit angeliefert und verteilt, und bei der Arbeit an den Wahlkamp
fständen sind wir einer überwiegend freundlichen Stimmung begegnet. Es gab gute Gespräche, für die wir uns hier noch einmal bedanken wollen.
Um unser Ergebnis zu analysieren, haben wir die Ergebnisse seit 1994 als Kurven dargestellt. Diese Kurven zeigen, dass der Wahlkreis 3 allgemein über dem Kreisergebnis liegt. Wahlkreis 2 variiert um das Kreisergebnis. Wahlkreis 1 (Altes Dorf) wirkt dagegen völlig "unberechenbar". Eigentlich wird der Mut, sich von einem Trend abzukoppeln, ja als liberal bezeichnet. Insofern müsste das Alte Dorf als "liberal" gelten. Bei ernsthafter Betrachtung allerdings können wir uns zwar einige Effekte, die aus den Kurven herauszulesen sind, erklären - andere aber nicht. Wir werden daran arbeiten.
Zur Erläuterung der Darstellungen: Auf der Abszisse sind die Wahltermine dargestellt. Der letzte Termin "jetzt" entspricht BT 2013. Dieser Wert musste eingetragen werden, weil das Programm keine Einzelpunkte, sondern nur Linien zwischen Werten darstellt.



 


 

15.05.2014

Aus der Fraktion

Plakate an den Laternen zeigen an, dass eine Wahl ansteht. Und unser „Gelbes Blatt“ ist auch wieder da. Gern würden wir regelmäßiger informieren, als nur alle fünf Jahre vor der Gemeinde- und Kreistagswahl. Aber, und so geht es auch den anderen Parteien im Ort, die personellen und finanziellen Ressourcen sind nicht vorhanden, um öfter solch eine Info zu verteilen.
Anders in der Gemeindeverwaltung: Vielfach gibt es haufenweise Papier, in das der einzelne Gemeindevertreter nur ein einziges Mal schaut, zum Beispiel die Sitzungsprotokolle. Mit dem ersten Antrag der FDP-Fraktion in der jetzt endenden Legislaturperiode sollte die Gemeindeverwaltung beauftragt werden, die umfangreichen Sitzungsunterlagen elektronisch bereitzustellen. Dieser Antrag wurde als zu aufwendig abgelehnt.
Im Herbst letzten Jahres hat die Gemeindeverwaltung das Programm Allris eingeführt, mit dem die Gemeindevertreter und Ausschussmitglieder die sie betreffenden Unterlagen elektronisch ansehen und die jeweils benötigten Seiten ausdrucken können. Nun geht es also doch! Das wird sicher dem einen oder anderen Baum das Leben retten.

Aber wir als FDP in Fraktionsstärke – dazu gehören mindestens zwei Gemeindevertreter – haben in den Ausschüssen und in der Gemeindevertretung auch bei allen Entscheidungen der Gemeinde mitgewirkt, mitdiskutiert und mitentschieden. Wer die Sitzungen in der Gemeindevertretung verfolgt, kann den Eindruck haben, dass „die sich ja sowieso einig“ sind. Tatsächlich finden vorher Beratungen in den Fraktionen und Ausschüssen statt. Und da wird bereits um „den richtigen“ Beschluss gerungen und zwar in Groß Grönau auch quer durch die Parteien. Denn – davon bin ich überzeugt - alle Ausschuss-Mitglieder haben immer subjektiv das Wohl der Bürger in Groß Grönau im Blick. Dabei liegt uns als FDP am Herzen, dass die Freiheit des Einzelnen im Vordergrund steht und nur begrenzt werden sollte, wo kollektive Interessen Vorrang haben, oder Schwächere geschützt werden müssen.
Die Selbständigkeit von Groß Grönau ist wesentliche Grundlage der Lebensqualität. Dazu gehört eine intakte Natur genauso wie die Möglichkeit, Sport zu treiben sowie eine bedarfsgerechte  Infrastruktur. Fahrten in die Innenstadt kosten Nerven. Da ist es gut, dass es die Märkte mitten im Dorf gibt. Und viele Freiberufler, die sich bei uns niederlassen wollen, sind heutzutage auf einen schnellen Internetzugang angewiesen.
Wenn wir neue Baugebiete ausweisen, muss nicht jeder Baum, der nur die Sicht versperrt, abgeholzt werden.
Mit dem Erwerb des Flughafens durch einen privaten Betreiber – aus welchen Gründen auch immer – wird eine Kernforderung der Groß Grönauer Liberalen erfüllt: Keine Subventionen aus Steuergeldern für den Flughafen. Gemeinsam mit allen anderen Parteien im Ort kämpfen auch wir für das Nachtflugverbot von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr.
Ich bin froh, dass es bei uns im Ort einen so breit aufgestellten Sportverein gibt. Da treibt man gern Sport und engagiert sich. Die Investitionen der Gemeinde in die Sporthalle und in den Sportplatz sind gut angelegtes Geld, auch wenn künftig im Haushalt Zinsen für aufgenommenes Geld auftauchen, die von den kommenden Nutzern zu tragen sind.
Weitere unabweisbare Investitionen bieten im Augenblick keinen Spielraum, Steuern und Abgaben bei uns zu senken. Wir haben aber ein waches Auge darauf, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sparsam umgegangen wird, denn zusätzliche Belastungen lehnen wir ab.
Alle Bürger bilden die Gemeinde und müssen die Möglichkeit haben, Informationen zu erhalten. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir informieren gern, warum nicht mittels Mail?
Schulz-Taurnier@fdp-grossgroenau.info


24.06.2014

Britta Reimers: Europa in Groß Grönau

Erstmals war beim traditionellen Punschabend in Groß Grönau ein Mitglied des Europäischen Parlaments zu Gast – Britta Reimers aus dem Kreis Steinburg. Dass europäische Parlamentarier „schwer zu kriegen“ sind, hängt sowohl mit der Wahlkreisgröße, als auch mit der Arbeitsbelastung zusammen. Pro Jahr müssen 42 Sitzungswochen absolviert werden, davon 12 in Straßburg. Dies war eine der vielen Informationen, die uns Frau Reimers über ihre Arbeit vermitteln konnte.  Sie ist eins von 12 Mitgliedern der FDP-Gruppe in der 85-köpfigen „Allianz der Liberalen und Demokraten (ALDE)“. Als gelernte Landwirtin kann sie ihren Sachverstand im Ausschuss „Landwirtschaft und ländliche Entwicklung“ hervorragend zur Geltung bringen. Mit diesem Wissen konnte sie uns einige Details zu Fragen der Lebensmittelsicherheit beantworten und anhand dieser Probleme auch die Schwierigkeiten erläutern, die sich aus der noch nicht fertig entwickelten Struktur der Organe Europas ergeben. So entspricht z.B. die Größe der Europäischen Kommission mit 28 Kommissaren nicht dem Vertrag von Lissabon, in dem weniger als die Hälfte festgelegt sind. Beim Thema Gentechnik und Verbraucherschutz entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der die Ehrenvorsitzende der Kreis-FDP, Dr. Christel Happach-Kasan, der zweite auswärtige Gast, interessante Ergänzungen aus ihrer Arbeit im Bundestag mitbrachte.
Weit über ein Stunde fesselte Frau Reimers die Anwesenden mit ihren Ausführungen so sehr, dass keine Nebendiskussion aufkam. Als schließlich keine Fragen mehr gestellt wurden, konnte Frau Reimers endlich von dem leckeren Punsch kosten, den Frau Hinz zubereitet hatte. Dann ergriff Rainer Schulz-Taurnier, der Gemeindevertreter der FDP in Groß Grönau, das Wort, um über seine Erfahrungen in der neu zusammengesetzten Gemeindevertretung unter Bürgermeister Eckhard Graf zu berichten. Sein Fazit: es wird besser und umfassender informiert als in der letzten Wahlperiode, und der weniger hierarchische Führungsstil in der Verwaltung scheint der Arbeitsatmosphäre gut zu tun.
Schließlich nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen in kleinen gemütlichen Gruppen bei Punsch oder alkoholfreien Getränken und den ebenfalls traditionellen Knabbereien. Es war ein gelungener Abend, und der Ortsverband dankt allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
Hartmut Angenendt


22.11.2014    Aus der Fraktion

2013 - der Neustart



Das Jahr 2013 liegt hinter uns, und die FDP geht mit neuem Selbstbewusstsein in die noch junge Wahlperiode.  
Aus der früheren Fraktion in der Gemeindevertretung in Groß Grönau ist ein Einzelvertreter geworden. Durch die Pari-Situation der anderen beiden Parteien ergibt sich allerdings ein großer Gestaltungsspielraum – zunächst bei der Wahl des Bürgermeisters.
Bis zur Konstituierung der Vertretung haben wir mit beiden großen Parteien ergebnisoffene Gespräche geführt um die Möglichkeiten der Beteiligung der FDP in den Ausschüssen auszuloten. Nach meinem letzten Besuch bei der CDU-Fraktion bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mit der SPD mehr erreichen können und dementsprechend wurde Hr. Graf zum Bürgermeister gewählt.
Noch in einer Sondersitzung in den Sommerferien wurden die Weichen für den Ausbau von Gewerbeflächen in Groß Grönau gestellt: In der Mitte des Dorfes bei den Märkten und beim Autohaus wird viel passieren.  
In der ersten planmäßigen Sitzung nach der Sommerpause wurde Frau Moßner zur ersten weiblichen Bürgermeisterin gewählt.
In dieser Sitzung hat die SPD übrigens im Rahmen eines „Pairing“ freiwillig auf eine Stimme verzichtet. Ein Pairing-Abkommen ist eine Fairnessvereinbarung, nach der eine Partei auf die Abgabe einer Stimme verzichtet, wenn bei der anderen Partei ein Abgeordneter aus wichtigem Grund verhindert ist. So wird wieder das gleiche Kräfteverhältnis hergestellt, das auch vor der Verhinderung bestanden hat.  Eine Geste, an die sich die CDU in der konstituierenden Sitzung des Edeltraut-Bernaciso-Ausschusses offensichtlich nicht mehr erinnern konnte.
Neben den regelmäßig anliegenden Entscheidungen z. B. über die Höhe der Wasser- und Abwasserpreise, standen und stehen auch große Projekte zur Entscheidung an. Durch die Lieferung des neuen Feuerwehrfahrzeugs wird es in der Feuerwache endgültig zu eng werden. Hier muss eine den geltenden Richtlinien entsprechende Erweiterung her, die es den Kammeraden gestattet, sich adäquat umzuziehen.
Der Bau eines weiteren Tiefbrunnens zur Sicherung unserer Wasserversorgung ist wichtig und muss gut durchdacht werden. Neben dem richtigen Standort kommt es auf die Auswahl der richtigen Fachleute an. So konnte auf Fachmann, der schon mit dem Bau des ersten Brunnens beauftragt war, zurückgegriffen werden. Der alte Brunnen wird als Reservebrunnen für Feuerwehreinsätze u.ä. erhalten.
Die Sanierung der Schule muss fortgesetzt werden. Die Verantwortlichen der Schule und der Gemeinden Groß Sarau und Groß Grönau haben sich zusammengesetzt und vereinbart, dass zunächst der Verwaltungstrakt und dann die Klassenräume durch Neubauten ersetzt werden. Eine wichtige Investition in die Zukunft. Wir nutzen unsere Stimmen in den Ausschüssen und er Gemeindevertretung dafür, um optimale Lernbedingungen für unsere Kinder zu schaffen und gleichzeitig mit den neuen Gebäuden den Charakter einer Waldschule zu erhalten.
Ganz wichtig ist auch der Abschluss von angelaufenen Projekten. Der Kindergartenausbau ist jetzt abzuschließen und die Jüngsten müssen angemessen betreut werden. Es fanden etliche Beratungsrunden in Ausschüssen und der Gemeindevertretung statt. Die gefundenen Kompromisse lassen aber auf einen guten Ausgang für die Betroffenen hoffen.
Den Sportlern wurde zugehört. Zurzeit laufen Gespräche, die ausloten, wie ein neues Sportlerheim geplant werden kann. Ob alle Wünsche, auch die nach einer Tennishalle, erfüllt werden können, ist bei der derzeitigen Finanzsituation allerdings mehr als fraglich.
Zumal als weitere Ausgaben auch andere Themenbereiche angegangen werden müssen: Wie geht es mit der Alten Schule weiter, welche Kosten kommen aus der Amts- und Schulumlage auf uns zu und wie wird unsere finanzielle Beteiligung bei dem Breitbandausbau aussehen müssen.
Der Breitbandausbau ist ein ganz wichtiges Thema. Hier ist die Gemeinde in den letzten Jahren den Weg eines Einzelgängers gegangen. Während es im Amt für die angeschlossen Gemeinden einheitlich und mit Europamitteln gefördert voran ging und Vorstudien betrieben wurde, ist der Breitbandausschuss in Groß Grönau nicht so richtig vom Fleck gekommen. Als jetziges Amtsausschussmitglied habe ich sofort an jeder stattfindenden Breitbandausschusssitzung teilgenommen und bin froh, dass sich unser Ausschuss im Januar dazu durchringen konnte, sich der Ausschreibung des Amtes anzuschließen. So können wir hoffen, kurz- bzw. mittelfristig an das Glasfasernetz angeschlossen zu werden um dann mit zukunftssichernder Geschwindigkeit mit dem www verbunden zu sein – wichtig für unsere Wirtschaft, und unsere Zukunfts- und Lebensqualität.
Rainer Schulz-Taurnie

23.11.2014

Vorstandswahlen in Groß Grönau: Vorstand bestätigt

Am 18.06.2014 hatte der Vorsitzende Hartmut Angenendt zu einer Mitgliederversammlung in die "Alte Schule" eingeladen. Fast alle Mitglieder kamen und nahmen zunächst die Berichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters Rainer Schulz-Taurnier und der Kassenprüferinnen entgegen. Anschließend wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die Wahl des Vorstandes ging relativ schnell vonstatten, da nur die bisherigen Amtsinhaber/-innen kandidierten. Damit war die Wiederwahl für alle drei Posten vorgezeichnet. Die Zufriedenheit mit der Vorstandsarbeit der vergangenen zwei Jahre war offenbar groß, denn alle wurden einstimmig wiedergewählt, auch Bärbel Weismann, die als stellv. Vorsitzende erst seit September des vorigen Jahres dabei ist. Auch die Bereitschaft der Kassenprüferinnen Elisabeth Weidtmann-Bohnsack und Gabriele Angenendt, ihr Amt weitere zwei Jahre wahrzunehmen, wurde von der Versammlung mit einstimmiger Wahl belohnt.
Nach dem Ende der Versammlung ergriff Rainer Schulz-Taurnier noch einmal das Wort, um Hartmut Angenendt zum 25-jährigen Vorstandsjubiläum zu gratulieren und überreichte ihm eine leckere Flasche Rotwein. Der so Beschenkte war völlig überrascht, da er der Tatsache, dass er seit Mai 1989 Vorsitzender des OV Groß Grönau ist, keine besondere Bedeutung beigemessen hatte. Er bedankte sich herzlich bei seinem Schatzmeister und den übrigen Mitgliedern für die bisherige gute Zusammenarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die FDP im Allgemeinen aus dem Stimmungstief wieder herauskommt.
H. A.

Neues Sportlerheim - muss das sein?

Diese Frage wird seit längerer Zeit eindeutig mit „ja“ beantwortet. Das Umkleidegebäude auf dem Sportplatz ist marode und nicht mit vertretbarem Aufwand sanierbar. Die Bausubstanz stammt aus einer Zeit, als Heizenergie billig war und ist deshalb nach heutigen Maßstäben ungenügend isoliert. Die Lüftungsmöglichkeiten reichen nicht aus, um das Kondenswasser abzuführen, so dass sich stellenweise Schimmel bildet. Auch sonst kann man erheblichen Modernisierungsbedarf erkennen, wenn man das Gebäude besichtigt. Kein Wunder bei einer Immobile, die etwa 50 Jahre alt ist.
Erste Überlegungen zu einem Neubau etwa gleicher Größe und Ausstattung führten zu einem Kostenvolumen von 1,0 – 1,2 Mio€. Viel Geld, das die Gemeinde nicht auf der „hohen Kante“ hat. In einem solchen Fall sucht der Kämmerer automatisch nach Fördermöglichkeiten. Diese Suche war erfolgreich, denn es stehen noch Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zur Verfügung. Hieran beteiligen sich der „Europäische Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des Ländlichen Raums“ (ELER), der Bund und die Länder. Für Groß Grönau besteht die Möglichkeit, eine Unterstützung von 750.000 € zu erhalten, wenn ein Gemeinschafts- und  Jugendzentrum gebaut wird, das bis Ende 2016 fertig ist.
Wir, die FDP Groß Grönau haben uns natürlich gefragt: Brauchen wir das? Wir haben die „Alte Schule“, die vom Raumangebot her auch für Jugendgruppen geeignet wäre, wenn es denn welche bei uns gäbe. Aber bekanntlich ist die „Alte Schule“ auch ein Altbau, der vor ca. 30 Jahren renoviert wurde, und der Zahn der Zeit führt auch hier zu nicht unerheblichem Investitionsbedarf in den nächsten Jahren. Dieser wird – je nach Interessenlage - zwischen „höchstens hunderttausend“ und „Millionen“ geschätzt.
Diese Situation hat die Gemeindevertretung veranlasst, einen Architektenwettbewerb zu veranstalten, um neben einer Auswahl an Realisierungsvorschlägen auch realistische Kostenschätzungen zu erhalten. Vier Architekturbüros haben sich beteiligt und ihre Entwürfe einem von der Gemeindevertretung bestimmten Expertengremium am 28. Juli 2014 vorgestellt. Unter der Anleitung von Prof. Heisel (FH Lübeck) wurden die Entwürfe verglichen und einige bewertungsrelevante Eigenschaften herausgearbeitet. Anschließend vergaben die Mitglieder des Gremiums in geheimer Abstimmung Punkte in einem vorbereiteten Bewertungsraster. Der Entwurf, der in diesem Verfahren die höchste Punktzahl erreicht hatte, wurde der Gemeindevertretung zur Realisierung vorgeschlagen. Dies war der Entwurf des Büros „Meyer Steffens“.
Was zeichnet diesen Entwurf aus? Zunächst fällt die kompakte Gebäudeform auf, die die im Ort verbreitete Dachform aufgreift und ein Erreichen beider Geschosse ohne Aufzug auch für Rollstuhl-fahrer ermöglicht. Die Anordnung der Räume im Obergeschoss ist gut durchdacht, wobei die Ausrichtung der Versammlungsräume zur Straße hin optimalen Lärmschutz bewirkt. Ein besonders gewichtiger Vorteil ist die Tatsache, dass das benachbarte Wohnhaus auf dem Grundstück Nr. 8 erhalten werden kann. Dies ist nicht selbstverständlich. Das Grundstück gehört der Gemeinde, über das darauf befindliche Wohnhaus kann aber nicht verfügt werden, da die Bewohnerin ein lebenslanges Wohnrecht hat. Um den Architekten mehr planerischen Spielraum zu bieten, war mit Einverständnis der Bewohnerin vorgesehen, einen Abbruch des Gebäudes und gleichwertigen Neubau an der Straße einzuplanen. Von dieser Möglichkeit hatten die anderen Entwürfe Gebrauch gemacht.
Der Nachteil dieses Entwurfes: Die Kosten in Höhe von 3,15 Mio€ lagen auf den ersten Blick sehr hoch, verglichen mit dem „billigsten“ Entwurf für 1,87 Mio€. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Büro Meyer Steffens von einer hochwertigen Ausstattung ausgegangen ist, um dem Gemeindezentrum einen repräsentativen Charakter zu verleihen, und auch den Abbruch der Altbausubstanz einbezogen hat. Bei dem billigsten Entwurf fehlt der Posten Ausstattung (ca. 200 T€). Wie in solchen Fällen üblich wurde mit dem ausgewählten Büro im Nachgang darüber gesprochen, ob eine Kostenreduzierung möglich ist, wobei als Ziel 2,5 Mio€ angepeilt wurde.
Das Architekturbüro hat sich intensiv mit dieser Forderung auseinandergesetzt und am Montag, dem 27.10. wurde ein Entwurf vorgelegt, der durch Vereinfachungen auf 2,7 Mio€ kommt. Eine weitere Reduzierung wäre nur möglich bei Verkleinerung des Baukörpers. Am 24.11. befassen sich Bau- und Wegeausschuss, Ausschuss öffentliche Einrichtungen und der Ausschuss Öffentliche Einrichtungen damit. Am 26.11. wird das Thema im Finanzausschuss behandelt, und am 2.12. entscheidet die Gemeindevertretung.
Was erwartet uns jetzt? Wenn die Gemeindevertretung dieses Vorhaben absegnet, kommen erhebliche Kosten auf die Gemeinde zu, die nicht durch Rücklagen gedeckt sind. Abzüglich der Förderung bleiben 1,95 Mio€, die die Gemeinde zu finanzieren hat. Ein Teil soll durch den Verkauf der „Alten Schule“ gewonnen werden. Es wird von einem Verkehrswert von ca. 500.00 € ausgegangen, wenn dort Wohnbebauung stattfinden kann. Voraussetzung ist die Änderung des Flächennutzungsplanes, die bereits eingeleitet wurde.
Der Restbetrag von 1,45 Mio€ muss als Kredit aufgenommen werden. Das ist schon ein echter Brocken, besonders wenn man berücksichtigt, dass die Sanierung der Waldschule ebenfalls aus Krediten finanziert wird.
Nun sind Kredite für öffentliche Investitionen nicht unvernünftig, weil die Generationen, die diese nutzen, auch die Kosten (Schulden) tragen. Außerdem sind im Augenblick die Zinsen so niedrig, dass Kommunen Kredite zu Zinssätzen unterhalb der Inflationsrate erhalten. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Gemeinde mit diesem Neubau Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten einspart. Die oben genannten Investitionen in die „Alte Schule“ entfallen, die Energiekosten werden insgesamt zurückgehen, da das neue Gebäude von dem vorhandenen BHKW mit versorgt wird.
Wir, die FDP in Groß Grönau sind für den Neubau und unterstützen die dafür notwendigen Entscheidungen. Allerdings tun wir das nicht ohne Wehmut, denn dass die „Alte Schule“ geopfert werden muss, ist aus mehreren Gründen bedauerlich: Das Ortsbild verliert, wenn dort Neubauten entstehen, ein prägendes Gebäude, an dem für viele Ältere Erinnerungen an ihre Jugend hängen. Auch die Atmosphäre wird kaum zu ersetzen sein: Neben dem Charme des Gebäudes ist es die herzliche und gleichzeitig zurückhaltende Gastfreundschaft, die durch Anke und Jochen Hinz gepflegt wird. Diese werden wir sehr vermissen.
Aber: Wi steiht dorvör – wi möt da dör!
Hartmut Angenendt
 

23.07.2015

Punschabend 2015 - interessant und gemütlich

Der diesjährige Punschabend der FDP Groß Grönau fand am 27. Februar in der "Alten Schule" statt. Mit Rücksicht auf den Skat- und Knobelabend des Gewerbevereins war der ursprüngliche Termin um eine Woche verschoben worden. Das führte leider dazu, dass die Ehren-Kreisvorsitzende Dr. Christel Happach-Kasan nicht teilnehmen konnte. Dabei hätte sie das Thema "Naturschutzgebiet Grönauer Heide - nah und doch so fern" sehr interessiert.
Der Vorsitzende des Ortsverbandes Hartmut Angenendt begrüßte unter den Anwesenden besonders den Kreisvorsitzenden Christopher Vogt MdL und Jürgen Baeskow, Revierförster der Stadtforsten Lübeck. Er dankte den Frauen des Ortsverbandes für die Herrichtung der Tische und Frau Hinz für die Zubereitung des Punsches. Dann bat er Christopher Vogt um ein Grußwort mit Bericht aus dem Landtag.
Dieser Bericht brachte Dinge zutage, die nicht in der Zeitung standen, z. B. die Art und Weise, wie die Finanzministerin 10 Mio€ an der Uniklinik Lübeck sparen wollte. Sie hatte die Anmeldung dieser Einsparung in einem umfänglichen Dokument eher beiläufig erwähnt. Hätte nicht die Mitarbeiterin von Herrn Vogt dieses Papier gründlich durchgelesen, wäre dieser Umstand wohl niemandem aufgefallen. So konnte die Opposition die Öffentlichkeit wachrütteln - mit dem bekannten Erfolg, dass die Landesregierung nun anderswo nach Einsparmöglichkeiten suchen muss. Weitere wichtige Themen waren Vorgänge in der JVA Lübeck, Infrastruktur (Straßenunterhaltung), Naturschutz, Schulpolitik mit Inklusion. An diesen Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion, besonders zum Schwerpunkt Inklusion an. Die einhellige Meinung war, dass Inklusion, wenn sie als Sparmaßnahme durch Auflösung von Förderzentren betrieben wird, für alle Kinder nachteilig ist, solange nicht zusätzliche Lehrkräfte in ausreichender Zahl vorhanden sind.
Nach dieser Diskussion hatte Herr Baeskow das Wort für seinen Vortrag zum Thema "Grönauer Heide". Zunächst erläuterte er seine Funktion als Betreuer des südlichen Teils des Naturschutzgebietes dahingehend, dass er verpflichtet ist, bestehendes Naturschutzrecht in dem von der Landesregierung vorgegebenen Rahmen umzusetzen. Diese hat die Möglichkeit, das Betreten auf dafür vorgesehenen Wegen zu gestatten. Dies ist im südlichen Bereich geschehen, und daran hat Herr Baeskow mitgewirkt, weil er der Auffassung ist, dass Naturschutz nur dann Akzeptanz findet, wenn die Natur erlebbar bleibt. Der Verlauf der Wege ist auf den Informationstafeln an den Zugängen zum Naturschutzgebiet dargestellt. Dass es solche Wege im nördlichen Bereich nicht gibt, liegt an den Eigentumsverhältnissen: Die BIMA, Verwaltung aller Bundesgrundstücke, ist daran nicht interessiert.
Das Schutzwürdige an der Grönauer Heide ist die Vielzahl von Offenlandschafts-Biotopen. Diese sind das Ergebnis menschlicher Nutzung. (Bis ins 14. Jahrhundert hinein war dort ein geschlossenes Waldgebiet.) Solche Biotope sind mittlerweile selten, weil sie im Laufe der Zeit überwiegend in Ackerflächen umgewandelt wurden. Somit sind auch die dort beheimateten Tiere und Pflanzen verschwunden. Die Natur ist ein dynamisches System ist, das danach strebt, sich weiter zu entwickeln. Für die Grönauer Heide bedeutet das, dass ohne menschliches Zutun dort wieder ein Wald entstehen würde. Um dies zu verhindern, wird die natürliche Entwicklung gestoppt - das nennt man Naturschutzmanagement. Auch an diesen Vortrag schloss sich eine Diskussion an, die überwiegend der Beantwortung von Zusatzfragen diente. Die Frage, ob es möglich ist, eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet zu organisieren, beantwortete Herr Baeskow mit "herzlich gerne". Der Ortsverband wird sich darum kümmern, in der ersten Jahreshälfte einen Termin zu finden.
Nach Abschluss der Diskussion bedankte sich der Ortsvorsitzende bei den Vortragenden für die interessanten Vorträge und sprach den meisten Anwesenden damit aus dem Herzen. (Auch der Fotograf war so gefesselt, dass er fast vergaß, seines Amtes zu walten, daher gibt es nur ein Foto.)
Der Abend klang aus mit Klönschnack in kleinen Gruppen bei Punsch oder Mineralwasser - je nach Geschmack.

07.10.2015

Neues Sportlerheim - muss das sein?

Diese Frage wird seit längerer Zeit eindeutig mit „ja“ beantwortet. Das Umkleidegebäude auf dem Sportplatz ist marode und nicht mit vertretbarem Aufwand sanierbar. Die Bausubstanz stammt aus einer Zeit, als Heizenergie billig war und ist deshalb nach heutigen Maßstäben ungenügend isoliert. Die Lüftungsmöglichkeiten reichen nicht aus, um das Kondenswasser abzuführen, so dass sich stellenweise Schimmel bildet. Auch sonst kann man erheblichen Modernisierungsbedarf erkennen, wenn man das Gebäude besichtigt. Kein Wunder bei einer Immobile, die etwa 50 Jahre alt ist.
Erste Überlegungen zu einem Neubau etwa gleicher Größe und Ausstattung führten zu einem Kostenvolumen von 1,0 – 1,2 Mio€. Viel Geld, das die Gemeinde nicht auf der „hohen Kante“ hat. In einem solchen Fall sucht der Kämmerer automatisch nach Fördermöglichkeiten. Diese Suche war erfolgreich, denn es stehen noch Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zur Verfügung. Hieran beteiligen sich der „Europäische Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des Ländlichen Raums“ (ELER), der Bund und die Länder. Für Groß Grönau besteht die Möglichkeit, eine Unterstützung von 750.000 € zu erhalten, wenn ein Gemeinschafts- und  Jugendzentrum gebaut wird, das bis Ende 2016 fertig ist.
Wir, die FDP Groß Grönau haben uns natürlich gefragt: Brauchen wir das? Wir haben die „Alte Schule“, die vom Raumangebot her auch für Jugendgruppen geeignet wäre, wenn es denn welche bei uns gäbe. Aber bekanntlich ist die „Alte Schule“ auch ein Altbau, der vor ca. 30 Jahren renoviert wurde, und der Zahn der Zeit führt auch hier zu nicht unerheblichem Investitionsbedarf in den nächsten Jahren. Dieser wird – je nach Interessenlage - zwischen „höchstens hunderttausend“ und „Millionen“ geschätzt.
Diese Situation hat die Gemeindevertretung veranlasst, einen Architektenwettbewerb zu veranstalten, um neben einer Auswahl an Realisierungsvorschlägen auch realistische Kostenschätzungen zu erhalten. Vier Architekturbüros haben sich beteiligt und ihre Entwürfe einem von der Gemeindevertretung bestimmten Expertengremium am 28. Juli 2014 vorgestellt. Unter der Anleitung von Prof. Heisel (FH Lübeck) wurden die Entwürfe verglichen und einige bewertungsrelevante Eigenschaften herausgearbeitet. Anschließend vergaben die Mitglieder des Gremiums in geheimer Abstimmung Punkte in einem vorbereiteten Bewertungsraster. Der Entwurf, der in diesem Verfahren die höchste Punktzahl erreicht hatte, wurde der Gemeindevertretung zur Realisierung vorgeschlagen. Dies war der Entwurf des Büros „Meyer Steffens“.
Was zeichnet diesen Entwurf aus? Zunächst fällt die kompakte Gebäudeform auf, die die im Ort verbreitete Dachform aufgreift und ein Erreichen beider Geschosse ohne Aufzug auch für Rollstuhl-fahrer ermöglicht. Die Anordnung der Räume im Obergeschoss ist gut durchdacht, wobei die Ausrichtung der Versammlungsräume zur Straße hin optimalen Lärmschutz bewirkt. Ein besonders gewichtiger Vorteil ist die Tatsache, dass das benachbarte Wohnhaus auf dem Grundstück Nr. 8 erhalten werden kann. Dies ist nicht selbstverständlich. Das Grundstück gehört der Gemeinde, über das darauf befindliche Wohnhaus kann aber nicht verfügt werden, da die Bewohnerin ein lebenslanges Wohnrecht hat. Um den Architekten mehr planerischen Spielraum zu bieten, war mit Einverständnis der Bewohnerin vorgesehen, einen Abbruch des Gebäudes und gleichwertigen Neubau an der Straße einzuplanen. Von dieser Möglichkeit hatten die anderen Entwürfe Gebrauch gemacht.
Der Nachteil dieses Entwurfes: Die Kosten in Höhe von 3,15 Mio€ lagen auf den ersten Blick sehr hoch, verglichen mit dem „billigsten“ Entwurf für 1,87 Mio€. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Büro Meyer Steffens von einer hochwertigen Ausstattung ausgegangen ist, um dem Gemeindezentrum einen repräsentativen Charakter zu verleihen, und auch den Abbruch der Altbausubstanz einbezogen hat. Bei dem billigsten Entwurf fehlt der Posten Ausstattung (ca. 200 T€). Wie in solchen Fällen üblich wurde mit dem ausgewählten Büro im Nachgang darüber gesprochen, ob eine Kostenreduzierung möglich ist, wobei als Ziel 2,5 Mio€ angepeilt wurde.
Das Architekturbüro hat sich intensiv mit dieser Forderung auseinandergesetzt und am Montag, dem 27.10. wurde ein Entwurf vorgelegt, der durch Vereinfachungen auf 2,7 Mio€ kommt. Eine weitere Reduzierung wäre nur möglich bei Verkleinerung des Baukörpers. Am 24.11. befassen sich Bau- und Wegeausschuss, Ausschuss öffentliche Einrichtungen und der Ausschuss Öffentliche Einrichtungen damit. Am 26.11. wird das Thema im Finanzausschuss behandelt, und am 2.12. entscheidet die Gemeindevertretung.
Was erwartet uns jetzt? Wenn die Gemeindevertretung dieses Vorhaben absegnet, kommen erhebliche Kosten auf die Gemeinde zu, die nicht durch Rücklagen gedeckt sind. Abzüglich der Förderung bleiben 1,95 Mio€, die die Gemeinde zu finanzieren hat. Ein Teil soll durch den Verkauf der „Alten Schule“ gewonnen werden. Es wird von einem Verkehrswert von ca. 500.00 € ausgegangen, wenn dort Wohnbebauung stattfinden kann. Voraussetzung ist die Änderung des Flächennutzungsplanes, die bereits eingeleitet wurde.
Der Restbetrag von 1,45 Mio€ muss als Kredit aufgenommen werden. Das ist schon ein echter Brocken, besonders wenn man berücksichtigt, dass die Sanierung der Waldschule ebenfalls aus Krediten finanziert wird.
Nun sind Kredite für öffentliche Investitionen nicht unvernünftig, weil die Generationen, die diese nutzen, auch die Kosten (Schulden) tragen. Außerdem sind im Augenblick die Zinsen so niedrig, dass Kommunen Kredite zu Zinssätzen unterhalb der Inflationsrate erhalten. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Gemeinde mit diesem Neubau Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten einspart. Die oben genannten Investitionen in die „Alte Schule“ entfallen, die Energiekosten werden insgesamt zurückgehen, da das neue Gebäude von dem vorhandenen BHKW mit versorgt wird.
Wir, die FDP in Groß Grönau sind für den Neubau und unterstützen die dafür notwendigen Entscheidungen. Allerdings tun wir das nicht ohne Wehmut, denn dass die „Alte Schule“ geopfert werden muss, ist aus mehreren Gründen bedauerlich: Das Ortsbild verliert, wenn dort Neubauten entstehen, ein prägendes Gebäude, an dem für viele Ältere Erinnerungen an ihre Jugend hängen. Auch die Atmosphäre wird kaum zu ersetzen sein: Neben dem Charme des Gebäudes ist es die herzliche und gleichzeitig zurückhaltende Gastfreundschaft, die durch Anke und Jochen Hinz gepflegt wird. Diese werden wir sehr vermissen.
Aber: Wi steiht dorvör – wi möt da dör!
Hartmut Angenendt
 

31.01.2016

Keine Polizeistation mehr in Groß Grönau?

Am 23.6. berichtete unser Kreistagsabgeordneter Thomas Kühn aus der Sitzung des Polizeibeirates u.a.:
„…Der (scheidende) Polizeidirektor Becker monierte die öffentliche Diskussion über die eventuelle Schließung von Polizeistationen. Es gäbe bis heute keine ausgearbeiteten Pläne für die Schließung von Polizeistationen. Man arbeite an einem räumlichen Konzept, wie die Polizei am besten in der Fläche tätig werden könne. Ziel sei dabei, jeden potenziellen Tatort innerhalb von zehn Minuten erreichen zu können. Mit Ergebnissen sei erst im nächsten Jahr zu rechnen.“
Wir sollen jetzt glauben, alles sei noch offen, obwohl zu dem Zeitpunkt die Versetzungsverfügungen für die Beamten in Groß Grönau und Sterley bereits unterwegs waren. Man sollte nun nicht behaupten, dass wir von einem leitenden Polizeibeamten belogen wurden. Dazu hat Frau Wille (SPD) einen wertvollen Hinweis in den LN gegeben: Es sei gut, dass die örtliche Verteilung der Polizei in die Hand der Polizeidirektionen gelegt wurde, die die notwendigen Ortkenntnisse mitbringen. Man kann es auch so sagen: Der Innenminister macht Sparvorgaben, und die Polizeidirektionen müssen sehen, wie sie damit zurechtkommen. Vielleicht ist das der Grund, warum die Polizeidirektion die zusätzliche Aufgabe, diese Pläne auszuarbeiten, erst zum nächsten Jahr schafft.
Wenn das Ziel „…jeden potenziellen Tatort innerhalb von zehn Minuten erreichen zu können“ korrekt zitiert worden ist, darf man gespannt sein, welches diese potentiellen Tatorte sind. Das übrige Gebiet besteht dann vermutlich aus „potentiellen Einsatzorten“, an denen man dann durchaus auch mal mehr als 30 Minuten auf die Polizei warten muss.
„Die Freien Demokraten sehen diesem von der Landesregierung geplanten Stellenabbau bei der Landespolizei und den drohenden Schließungen von kleineren Polizeistationen im ländlichen Raum mit großer Sorge entgegen. Wir halten diesen innenpolitischen Kurs der rot-grün-blauen Koalition für fatal. Wenn man sich die große Belastung und die in den nächsten Jahren aus verschiedenen Gründen wachsenden Aufgaben anschaut, dann wird einem schnell klar, dass die Landespolizei nicht weniger, sondern sogar mehr Personal benötigt.“ Dieser Äußerung unseres Landtagsabgeordneten Christopher Vogt schließen wir Freie Demokraten in Groß Grönau uns vollinhaltlich an.
Die Schließung der Polizeistation Groß Grönau lehnen wir ab! In dieser Angelegenheit sind wir mit der übrigen Gemeindevertretung einer Meinung und teilen die Argumente, die der Bürgermeister in seinem letzten Informationsbrief aufgeführt hat. Wir werden die Forderung für den Erhalt der Polizeistation unterschreiben – Bitte tun Sie das auch!
Hartmut Angenendt





Punschabend der FDP Groß Grönau

Der traditionelle Punschabend 2016 fand am Freitag, dem 19. Februar im Gemeinschaftshaus “Alte Schule” statt. Der Besuch war aufgrund einer Grippewelle und darauf beruhender kurzfristiger Abmeldungen in diesem Jahr geringer als erwartet. Besonders schmerzlich war die Abmeldung unseres Landtagsabgeordneten Christopher Vogt, auf dessen Bericht aus dem Landeshaus wir verzichten mussten.
Rainer Schulz-Taurnier, unser Gemeindvertreter, füllte die Lücke mit einem interessanten Bericht aus der Gemeindevertretung und dem Amtsausschuss aus. Er informierte über die großen Bauvorhaben Waldschule und neues Sport-, Jugend- und Gemeindehaus. Weiterhin kamen die Kapazitätsprobleme der Kinderbetreuung zur Sprache, die dringend einer Lösung bedürfen. Schließlich informierte er noch über den Stand beim Ausbau einer flächendeckenden Versorgung der Gemeinde mit Glasfaseranschlüssen für die Übertragung von Fernseh-, Telefon- und Internet-Signalen.
Eingerahmt wurde der Vortrag durch die junge Musikgruppe Sound Gourmet, die mit großem Einfühlungsvermögen eigene Bearbeitungen von Musik aus unterschiedlichen Genres spielte. Der Beifall war so stark, dass die Gruppe sich dafür entschuldigte, nicht auf eine Zugabe vorbereitet zu sein.
Wir gehen davon aus, dass wir diesen jungen Leuten noch öfter begegnen werden.
Nachdem die Musiker ihr Equipment zusammengepackt und den Raum verlassen hatten, ergriff Dr. Hartwig Wenderholm das Wort; er erzählte aus seiner Zeit als Lehrersohn, der ab dem zehnten Lebensjahr in der Dienstwohnung in diesem Gebäude gelebt hatte. Besonders die wirtschaftliche Situation des Lehrers, der als Selbstversorger zur Versorgung der Familie Obst und Gemüse anbaute sowie Kleinvieh hielt, kam den älteren Teilnehmern, die die unmittelbare Nachkriegszeit noch erinnern, ebenso vertraut vor, wie die beengte Wohnsituation. Diesen Widrigkeiten standen die Entfaltungsmöglichkeiten im unabhängigen Spielen mit vielen gleichaltrigen Kindern in der dörflichen Umgebung gegenüber. Auch dieser Beitrag erhielt herzlichen Applaus.
Laut Auskunft von Anke Hinz war dieser Punschabend die letzte Veranstaltung in diesem geschichtsträchtigen Gebäude. Als der Vorsitzende das erwähnte, entgegnete Prof. Dr. Stöcker, der neue Eigentümer der Immobile, dass er beabsichtige, einen Teil der "Alten Schule" weiterhin für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Dafür erhielt er dankbaren Applaus.
Danach begann die politisch-gesellschaftliche Diskussion in Kleingruppen, auch Klönschnack genannt. Dieser war so intensiv, dass die letzten Gäste das gemütliche Ambiente gegen 23:00 Uhr verließen.
Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

H. Angenendt
14.02.2017
Liberales Sommerfest auf Gut Altenhof 
Anfang September findet alljährlich auf Gut Altenhof bei Eckernförde das Sommerfest der FDP Schleswig-Holstein statt - in diesem Jahr war das am 9. September. Wegen der langen Anreise ist das Herzogtum Lauenburg traditionell unterrepräsentiert, aber in diesem Jahr hatte ich mit meiner Frau dort teilgenommen.
Was wird auf solchen Sommerfesten politischer Parteien geboten? Reden, Grillwurst, Getränke und Gespräche. Hauptredner war Volker Wissing (FDP), neuer Minister für Wirtschaft etc. in Rheinland-Pfalz. Sein Vortrag über die Probleme und seine Lösungsansätze zur Förderung der Wirtschaft wurde eingerahmt von der Begrüßungsrede des Landesvorsitzenden Dr. Heiner Garg, des Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki und des CDU-Landesvorsitzenden Ingbert Liebing. Themen waren atmosphärisch bestimmt von den Ergebnissen der zurückliegenden sowie den Erwartungen in die kommenden Landtagswahlen, wobei auch die am Horizont des kommenden Jahres aufdämmernde Wahl in Schleswig-Holstein zu versprüren war, als Herr Liebing laut über eine schwarz-gelbe Zusammenarbeit nachdachte. Innenminister Studt, der ebenfalls zu Gast war, verzichtete auf ein Grußwort - verständlicherweise, denn tosenden Applaus konnte er vor diesem Publikum nicht erwarten.
Im Anschluss war Gelegenheit, mit Parteifreunden zu sprechen und Erinnerungsfotos einzufangen!

Hartmut Angenendt




27.02.2017
Vorstand der FDP Groß Grönau einstimmig bestätigt
Am Freitag dem 27. Mai 2016 fand sich der Ortsverband Groß Grönau im Gemeindehaus am Torfmoor zu einer Mitgliederversammlung fast vollständig ein - nur zwei Mitglieder fehlten. Der Vorsitzende Hartmut Angenendt begrüßte unter den Mitgliedern besonders Frau Dr. Ulrike Klees, die Vorsitzende der Liberalen Frauen in Schleswig-Holstein. Diese erklärte sich bereit, die Versammlungsleitung zu übernehmen. Nach dem Bericht des Vorsitzenden und dem Kassenbericht des Schatzmeisters Rainer Schulz-Taurnier entwickelte sich eine lebhafte Diskussion darüber, wie liberale Politik vor Ort in die Bevölkerung kommuniziert werden kann. Diese Diskussion musste zunächst zurückgestellt werden, um die notwendigen Schritte zur Wahl des Vorstandes durchzuführen. Da es für keinen Vorstandsposten Gegenkandidaturen gab, war das "ein glatter Gang": Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Auch die Kassenprüferinnen wurden bestätigt. Die Gewählten, Hartmut Angenendt als Vorsitzender, Bärbel Weismann als stellv. Vorsitzende und Rainer Schulz-Taurnier als Schatzmeister bedankten sich für das Vertrauen. Schließlich wurde unter dem Punkt "Verschiedenes" die Diskussion über die weitere politische Arbeit des OV wieder aufgenommen. Man war sich einig, dass das Thema "Öffentlichkeitsarbeit" Schwerpunkt beim nächsten Stammtisch im Juli sein soll. 



11.08.2017

Schleswig-Holstein hat gewählt: Die FDP ist wieder da!

Sie war zwar nie wirklich weg, sondern hat im Landtag gute Oppositionsarbeit geleistet, aber interessierte Kreise hatten sie schon totgesagt. Alles Quatsch! Ein klares Profil , vertreten durch kompetente Persönlichkeiten hat Vertrauen geschaffen, das Sie, die Wählerinnen und Wähler in einem zweistelligen Stimmenanteil ausgedrückt haben. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich!
An wen die Zweitstimmen gegangen sind, die ja für die Zusammensetzung des Landtages maßgeblich sind, kann man auf der Web-Site der LN sehen, wo sie eine sehr übersichtliche Darstellung für jeden Ort finden. Die Grafiken für Groß Grönau und Groß Sarau haben wir hier abgedruckt.
10.05. 2017
Punschabend 2017 - gut besucht und sehr interessant
Der Punschabend 2017, der im Großen Sitzungssaal des Gemeindehauses durchgeführt wurde, war gut besucht - anders als in den Vorjahren blieb kaum Punsch über.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der FDP Groß Grönau, Hartmut Angenendt, der wieder vergaß, den Damen zu danken, die Tische und Knabberkram vorbereitet hat,. erhielt zunächst Jan-Marcus Rossa das Wort. In seiner Eigenschaft als Landtagskandidat für den südlichen Teil des Herzogtums Lauenburg erläuterte er das Wahlprogramm der FDP unter Betonung der Schwerpunkte Bildung, Sicherheit, Infrastruktur und Wirtschaft, die den Bürgern besonders wichtig sind.
  • Zur Bildung gehört auch die frühkindliche Erziehung in KiTas, die auf längere Sicht für die Eltern kostenlos sein sollte. In der kommenden Legislaturperiode sollen die Elternbeiträge für Krippenbetreuung 200,- €, die für größere Kinder 150,- € nicht übersteigen. In Gymnasien soll die Frage, ob die Hochschulreife nach 8 oder 9 Jahren erworben wird, vor Ort durch die Schulkonferenz geregelt werden. Bei der Berufsausbildung soll der dualen Ausbildung wieder mehr Bedeutung zukommen.
  • Die Sicherheitspolitik darf nicht vorrangig unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung gesehen werden. Der Rückzug aus der Fläche durch Schließung kleiner Polizeistationen muss darauf hin überprüft werden, ob eine angemessene Präsenz vor Ort möglich ist. Eine Erhöhung der Personalstärke der Polizei im Land darf kein Tabu sein.
  • Die Vernachlässigung der Infrastruktr, besonders der Straßen, ist keine wirkliche Sparmaßnahme, sondern Verlagerung von Belastungen auf künftige Generationen. Wenn Straßen soweit verschlissen sind, dass sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen, ist das besonders in dünn besiedelten Gegenden inakzeptabel.
  • Die Wirtschaft braucht mehr Unterstützung bei der Ansiedlung, besonders durch Reduzierung von einschränkenden Vorschriften und Vereinfachung bei Genehmigungsverfahren. Einiges davon muss allerdings auf Bundesebene geregelt werden; da muss die Landesregierung initiativ werden.
Nach dieser tour d'horizon wurden noch einige Fragen beantwortet. Sodann erhielt Prof. Stöcker das Wort, der zur Entwicklung des Flughafens berichten wollte. Er ließ es sich nicht nehmen, zunächst über das Unternehmen EUROIMMUN zu sprechen. Er ging beim Thema Labordiagnostik in eine Tiefe, die nicht jeder nachvollziehen konnte. Mit dem Elektronenmikroskop gewonnene Bilder von infizierten menschlichen Synapsen halfen, eine Vorstellung von der Komplexität des Themas zu entwickeln. Welche Bedeutung diese von Groß Grönau aus gesteuerte Entwicklung für die ganze Welt hat, wurde anhand der internationalen Struktur des Unternehmens mit seinen weltweit verteilten Entwicklungs- und Produktionsstandorten deutlich.
Dass er seine Investitionsentscheidungen nicht rein an der Rentabilität orientiert, wurde deutlich, als er über seine Vorliebe für Industrie-Architektur des 19. Jahrhunderts berichtete. Mehrere Gebäude in seiner Heimat in Ostsachsen wurden als Betriebsstätten wiederbelebt und stellen jetzt eine Zierde ihrer Umgebung dar. Ähnliches gilt auch für den Flughafen: Bei dieser Investition steht nicht kurzfristige Rendite im Vordergrund, sondern die Entwicklung einer Bedarfsflug-Nachfrage mit kleineren Maschinen. Diese sollen nach Prof. Stöckers Vorstellung Verbindungen zu näherliegenden Destinationen bedienen, darunter auch Flughäfen mit umfangreichem Fernflug-Angebot. Nachtflug wird, bis auf Ausnahmen, nicht stattfinden. Der Ansiedlung von Linienfluggesellschaften räumt er keine realistischen Chancen ein. Prof. Stöcker machte klar, dass er als 50%-iger Eigentümer des Flughafens und gleichzeitig Nachbar auf Lebensqualität achten wird.
Nach einigen Fragen, die zufriedenstellend beantwortet wurden, ging die Versammlung zum Klönschnack über, der gegen 23:00 Uhr ausklang.
Dank: Die Damen, die Tische, Punsch und Knabberkram vorbereitet hatten, waren Gaby Angenendt, Anke Hinz und Bärbel Weismann. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
H. Angenendt
26.09.2017

Interview mit Dr. Bernd Buchholz

Frage:

Herr Dr. Buchholz, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur neuen Aufgabe als Minister in Schleswig-Holstein. Wie gehen Sie diese an?

B. Buchholz:

Momentan bin ich vielfach noch in der Lernphase, das heißt: Ich verschaffe mir einen gründlichen Überblick über den Stand der laufenden Projekte. Angefangen beim komplexen Thema A 20, bei dem ich noch nicht weiß, ob ich schon alle Bremseffekte kenne – bis hin zu Fragen des Breitbandausbaus, der Mittelstandsförderung, der Technologie- oder Arbeitsmarktpolitik. Sehr wichtig ist auch die Erweiterung der Rader Hochbrücke auf sechs Spuren: Hier ist Eile geboten, denn diese Maßnahme kann nur realisiert werden, wenn sie ohne Verzögerung im laufenden Planungsverfahren implementiert werden kann.

Frage:

Und wenn Sie sich eingearbeitet haben, dann gehen Sie nach Berlin?

B. Buchholz:

Nein! Ich habe mich nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen ohne Wenn und Aber für das Amt des Wirtschaftsministers entschieden – und wer mich kennt, der weiß, dass ich diese Aufgabe dann auch zu 100 Prozent anpacke.

Frage:

Aber Sie sind doch Direktkandidat der FDP im Wahlkreis 10 Herzogtum Lauenburg/Stormarn. Wollen Sie im Falle der Wahl beides machen, zum Beispiel eine Woche Abgeordneter in Berlin und zwei Wochen Minister in Kiel?

B. Buchholz:

Als gebürtiger Berliner sage ich dazu: „Det jinge, aber det jeht nich!“ Das ist in meinem Falle einfach erklärt, Als Mitglied der Schleswig-Holsteinischen Gruppe im Bundesrat vertrete ich dort die Länderinteressen. Daher kann ich nicht Mitglied im Bundestag sein. Anders gesagt: Ich bin bereits in Berlin.

Frage:

Es ist üblich, dass die Direktkandidaten auf Plakten flächendeckend präsentiert werden. Wenn man da Bernd Buchholz sieht und ihn nicht wählen kann, fühlt man sich doch getäuscht - oder?

B. Buchholz:

Die Wahlwerbung wird nach den Vorgaben des Bundesverbandes gestaltet, und da wird bundesweit Christian Lindner auftauchen und ausschließlich in Schleswig-Holstein zusätzlich Wolfgang Kubicki. Weitere Personen sollen nicht plakatiert werden. Insofern wird es keine irreführende Werbung mit meiner Person geben.

Frage:

Und wie sieht es mit dem Stimmzettel aus? Welcher Name steht da?

B. Buchholz:

Da ist mein Name in der Tat zu finden. Das war leider nicht zu vermeiden. Die Vorschriften über die Kandidatenaufstellung erlaubten es nicht, zu dem Zeitpunkt, als ich meine Ernennungsurkunde zum Wirtschaftsminister in der Hand hielt, noch eine Kandidaten-Neuwahl durchzuführen.

Frage:

Was passiert denn nun mit meiner Stimme, wenn ich sie der FDP gebe?

B. Buchholz:

Sie haben ja zwei Stimmen! Mit der ersten wählen Sie den Kandidaten, der den Wahlkreis im Bundestag vertreten soll. Mit der Zweitstimme beeinflussen Sie die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Zweit-Stimme ist also nicht zweite Wahl!
Wenn ich also mehr Erststimmen auf mich vereinigen könnte, als jede andere Partei im Wahlkreis, wäre ich gewählt und würde dann die Wahl nicht annehmen. Soweit die Theorie. Nun bin ich zwar mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet, trotzdem halte ich ein Direktmandat bei dieser Wahl für unwahrscheinlich.
Die Zweitstimme ist, wie gesagt, die wirksamere. Auf dem Stimmzettel steht auch dort mein Name, allerdings als Mitglied der Landesliste. Wenn ich auf diesem Wege ein Mandat erhalte, werde ich es zwar auch nicht annehmen, aber dadurch rückt ein anderes Mitglied nach. Ihre Zweitstimme für die FDP ist auf jeden Fall gut angelegt.

Herr Dr. Buchholz, ich danke für das Gespräch.


Die Fragen stellte Hartmut Angenendt
Cool - FDP Herzogtum Lauenburg bringt 13,6% in den Bundestag ein!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir freuen uns riesig über das gute Abschneiden der FDP in Schleswig-Holstein. Dafür danken wir denen, die uns gewählt haben und auch denen, die sich aktiv am Wahlkampf beteiligt haben. In Groß Grönau waren die Ergebnisse in allen Wahlkreisen besser, als im Bundesdurchschnitt, den Wert für den Kreis Herzogtum Lauenburg (WK 10) hat aber nur der Wahlbezirk St. Hubertus (Groß Grönau 003) mit 14,9% übertroffen. Genaue Werte für die Gemeinden im Kreisgebiet können Sie auf der Internet-Seite des Kreises sehen. Hier zeigen wir Ihnen nur drei Übersichtstabellen:

H. Angenendt
 
Die farbigen Tabellen finden Sie auf der Web-Site des Kreises Herzogtum Lauenburg unter "Amt Lauenburgische Seen" zusammen mit detaillierten Ergebnissen der Gemeinden.
Die untere Tabelle habe ich nach eigenen Unterlagen erstellt.

H. Angenendt

23.03.2018


Das liberale Programm 2013 für Groß Grönau


1. Finanzen
Die Rücklagen früherer Jahre sind aufgebraucht. Es sind sogar Schulden entstanden, denen aber Zukunftsinvestitionen gegenüber stehen, wie energetische Sanierung der Waldschule etc. Wir wollen:

  • die Gemeindeabgaben stabil halten. Bei einigen Haushaltsansätzen sehen wir sogar Einsparmöglichkeiten. Beispiel: Weniger aufwendige Pflasterungen in Wohnstraßen, dafür frühzeitige Reparatur kleiner Frostschäden, um dem Entstehen von teuren Schlaglöchern vorzubeugen.


2. Gemeinnütziges Engagement
Ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Bürger verdienen besondere Unterstützung. Wir wollen:

  • schwerpunktmäßig solche Eigeninitiativen im sozialen Bereich fördern, die die aktive Teilhabe an der Gemeinschaft in unserem Dorf verbessern, z. B. Seniorenarbeit.

  • dem Gewerbeverein und der Freiwilligen Feuerwehr danken, die durch unterschiedliche Aktionen die Attraktivität unseres Dorfes pflegen.


3. Wohn- und Lebensqualität in Groß Grönau

Groß Grönau gehört zu den bevorzugten Wohngebieten in der Kernregion Lübeck. Dies soll so bleiben. Unsere Forderungen:

  • In und um ein Wohngebiet gehört außer Handel auch nicht störendes Gewerbe. Wir unterstützen die Ansiedlung.

  • Eine fortschrittliche Breitbandversorgung ist besonders für Gewerbetreibende eine wichtige Infrastruktur-Komponente. Wir fordern mindestens 1 Gbit/s.

  • Der Flughafen Blankensee beeinträchtigt den gesamten Ort. Wir bleiben bei unserer Forderung nach einem absoluten Nachtflugverbot von 23:00 bis 6:00 Uhr.

  • Die Verschlechterung des ÖPNV-Angebots in den Abendstunden ist nicht hinnehmbar. Wir fordern die Einrichtung eines Sammeltaxis oder ähnliches.

  • Die Alte Schule als Multifunktionsangebot soll erhalten bleiben. Das Nutzungskonzept ist zu überarbeiten.


4. Bildung in unserer Gemeinde
In Groß Grönau existiert eine wachsende Kindertagesstätte und eine Grundschule. Für Erwachsene werden von verschiedenen Institutionen Kurse und Vorträge angeboten. Wir wollen:

  • die Grundschule weiterhin erhalten. Eine vermehrte pädagogische Nutzung der Räumlichkeiten außerhalb der Unterrichtszeit begrüßen wir.

  • Unterstützung der „betreuten Grundschule“, der Spielstube e.V. und anderer eigeninitiativ betriebener Bildungseinrichtungen.

  • dass „Tagesmütter“, die das Angebot der KiTa ergänzen, unterstützt werden.

  • Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten in den Schulferien.


5. Jugendliche
Für Jugendliche soll eine Möglichkeit geschaffen werden, sich in die politische Meinungsbildung einzubringen. Das sog. Jugendparlament war ein richtiger Ansatz, der aber weiterentwickelt werden muss.

10.04.2018

Nach der Wahl ist vor der Wahl!

Die Bundestagswahl liegt nur wenige Tage hinter uns. Das Ergebnis gibt noch einmal Anlass, sich bei allen Wählerinnen und Wählern zu bedanken, die uns unterstüzt haben. Und schon beginnen - zunächst in den Verwaltungen und den Parteigremien - die Vorbereitungen auf die Kommunalwahl im nächsten Frühjahr. Jetzt ist es Zeit, einen Rückblick auf die Arbeit der jetzt endenden Wahlperiode zu halten.
Im Jahr 2013 wurde die jetzige Gemeindevertretung gewählt. Die SPD und die CDU haben jeweils 8 und die FDP einen Vertreter in den Gemeinderat entsenden können. Bei diesem Ergebnis war die Wahl des Bürgermeisters kein Selbstläufer. Nach turbulenten Verhandlungen und etlichen Gewissenskonflikten in unserer Partei wurde Eckhard Graf gewählt, ein Mann, der seine Sache gut macht, wie wir finden. Während bei SPD und auch bei uns das Personal bis jetzt unverändert geblieben ist, gab es auf Seiten der CDU mehrfach Umbesetzungen, durch die Frau Rath, Hr. Döring, Hr. Scheppach und Hr. Zorn mit frischem Engagement in der Gemeindevertretung Verantwortung übernommen haben.
Wir konnten erreichen, dass die FDP auch im Amtsausschuss vertreten ist. Deshalb führte meine erste Fachausschusssitzung in den Breitbandausschuss des Amtes nach Harmstorf. Die Fahrt dorthin zusammen mit dem Bürgermeister haben wir genutzt, um uns politisch auszutauschen. Der Breitbandausschuss des Kreises zeigte die Probleme auf, die gelöst werden müssen, um eine Glasfaserversorgung im gesamten Amt gewährleisten zu können. Die Gemeinde Groß Grönau hatte zu dem Zeitpunkt diese Aufgabe noch nicht an das Amt übertragen. Man war der Meinung, das könne man aufgrund der Nähe zu Lübeck unabhängig vom Amt Lauenburgische Seen lösen. Eine schnelle Verbindung mit 1Gbit/s, wie wir sie (als einzige) im letzten Kommunalwahlprogramm gefordert hatten, war so aber nicht zu erreichen. Umso schöner und erfolgreicher für uns, dass jetzt dank der Kooperation mit dem Amt und VSmedia die Glasfasern in unseren Straßen liegen - der größte Erfolg dieser Wahlperiode.
Neben der Beendigung der schon angelaufenen Projekte, wie Erweiterung der Märkte oder Ausbau des Kindergartens gibt es weitere Erfolge: Ursprünglich hatte ich angenommen, mit Beendigung des IV. Bauabschnittes der Waldschule wäre der Schulumbau abgeschlossen. Nein, die Schule ist als Bildungseinrichtung so gefragt, dass nun in einem weiteren Gebäude Fachklassen angebaut werden und die Digitalisierung in unsere Grundschule Einzug hält. Schauen Sie ins Lehrerzimmer, da liegen tatsächlich ipads auf den Tischen. Gemeinsam mit den anderen Parteien wird in Grönau nicht gezögert, sondern gehandelt!

Was war in der Legislaturperiode sonst noch wichtig? Da ist natürlich die Frage für wen? Für die Sportler sicherlich das Grönau-Forum. Und es war eine gute Idee auch die Gemeinderäume da gleich mit einzuplanen. Wo wären wir sonst mit unseren zwei Kindergartengruppen geblieben?
Für alle Einwohner ist gesicherte Wasserversorgung unverzichtbar. Der weitere Tiefbrunnen und die vollständige Ringversorgung waren notwendig, wurden angegangen und sind fertig! Mit dem Bau eines Reinwasserbehälters im nächsten Jahr sollte die Versorgungssicherheit noch weiter verbessert werden.
Auch die Stärkung der Feuerwehr durch Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses und regelmäßige Erneuerung der Ausrüstung ist wichtig und wurde von uns unterstützt.
Engagiert waren wir auch bei der Förderung des Tennisvereins. Die Tennishalle steht zwar noch nicht, aber die Planungen laufen!

Das waren Themen, die bereits bewegt wurden. Was kommt nun auf uns zu? Auch in der nächsten Gemeindevertretung wird es viel Routine geben, wie den Haushalt, Beschlüsse über die Hebesätze etc. Ganz sicher werden wir uns um einen zusätzlichen Kindergarten kümmern müssen und überlegen, wie wir mit dem Flughafen umgehen. Über weitere Themen werden wir in der nächsten Zeit nachdenken, wenn wir unser Kommunalwahlprogramm erarbeiten.

Für eine wirkungsvolle Lösung unserer zukünftigen Aufgaben werden stabile Mehrheiten benötigt - aber auch neue Köpfe, die neue Denkansätze mitbringen. Deshalb suchen wir nach jungen Menschen, die kommunalpolitisch interessiert sind. Und jung in der Kommunalpolitik ist schon, wer unter 50 ist. Rufen Sie mich an unter 01637012446 oder nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten auf dieser Website.


Rainer Schulz-Taurnier

 
 
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