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Arbeit des Ortsverbandes

Woran wir arbeiten

Dr Heiner Garg, Sozialminister von Schleswig-Holstein zu Gast bei der FDP Groß Grönau

Der diesjährige Punschabend der FDP Groß Grönau bot ein besonderes Highlight: Der Sozialminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Heiner Garg war der Einladung des Ortsverbandes gefolgt und hielt einen Vortrag zum Thema "KiTa-Reform - was bedeutet das für Eltern, Mitarbeitende und Kommunen?"
In der Presse ist ja schon öfter darauf hingewiesen worden, dass die Landesregierung in der laufenden Legislaturperiode fast eine halbe Milliarde Euro (exakt 481 Mio €) für die Qualitätsverbesserung der Kinderbetreuung zur Verfügung stellen wird. Diese Entscheidung wurde lange vor dem Entstehen des "Gute-Kita-Gesetzes" des Bundes-Familienministeriums getroffen.
Die Mittel des Landes Schleswig-Holstein fließen allein in die Betriebsfinanzierung. Die Finanzierung der Errichtung von Betreuungsplätzen bleibt unverändert. 
Folgendes ist geplant:
  • Es wird ein Standard-Qualitätsmodell für die Betreuung geben (definiert durch tägl. Betreuungsdauer und Personalschlüssel), für das eine feste Finanzierung seitens des Landes vorgesehen ist. Auf diese Weise erhalten die Kommunen verlässliche Werte für die Kosten-Kalkulation. 
  • Standard wird in Zukunft eine "Ganztags"-Betreuung sein, also von morgens bis in den Nachmittag hinein mit gemeinsamer Mittagszeit. Der Personalschlüssel wird dahingehend verbessert, dass in Elementar-Gruppen dauernd zwei Betreuungspersonen zur Verfügung stehen. Das gilt bisher nur für Krippengruppen.
  • Kommunen können auch über die Standard-Betreuung hinausgehende Modelle anbieten, die aber vom Land nur bis zur Höhe des Standards finanziert werden. 
  • Eine Deckelung der Elternbeiträge für das Standard-Modell wird angestrebt. Die beitragsfreie KiTa ist aber noch nicht abzusehen.
  • Die Einführung dieses Modells wird mit einer Übergangsphase beginnen, da zu erwarten ist, dass das zusätzliche Personal erst mittelfristig zur Verfügung steht.
An der Entwicklung des KiTa-Gesetzes sind die betroffenen Gruppen, als da sind Träger-Verbände, Elternvertretung und Kommunalvertreter, beteiligt worden, so dass eine hohe Akzeptanz bei der Einführung zu erwarten ist. Damit hängt auch zusammen, dass konkrete Daten, wie Elternbeiträge und Kostenbelastung der Kommunen noch nicht angegeben werden konnten. Dies wird erst am 14.03. möglich sein, wenn das Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Nach diesem Vortrag war noch Zeit für Fragen, z.B. 
  • Wie wirkt sich das "Gute-Kita-Gesetz" aus? - Der Bund wird mit jedem Land Verträge darüber schließen, welche Belastungen der Bund übernimmt. Wegen der absehbaren Eigenbeteiligung werden die Länder individuell über ihre Bezuschussung nachdenken.
  • Was wird geschehen, wenn Träger übermäßig hohe Betriebskosten geltend machen? - In diesem Fall muss die Kommune überlegen, ob sie diese übernimmt. Im Einzelfall kann dies auch zu einem Trägerwechsel führen.
  • Werden die Kreise weiterhin die Finanzmittel anhand von Punkte-Tabellen verteilen? - Das Verfahren, bei dem Einrichtungen mit Hilfe von Qualitätspunkten bewertet werden und ein vorhandenes Budget anhand der Punktzahl verteilt wird, ist in Zukunft nicht mehr erforderlich.
Nach dieser Diskussion genoss Dr. Garg einen Moment lang Punsch, den die Hausmeisterin Frau Priess zubereitet hatte. Auf einen längeren Klönschnack verzichtete er aber. Mit Blick auf die Fahrstrecke nach Kiel wollte erseinen Fahrer nicht länger warten lassen. Bevor er aber den Raum verließ, erhielt der Minister vom Vorsitzenden des Ortsverbandes, Hartmut Angenendt noch eine Packung Niederegger-Marzipan als Dankeschön, über das er sich sehr freute.
Im Anschluss daran eröffnete der Vorsitzende die Klön-Runde offiziell und dankte den Damen des Ortsverbandes, die den Abend mit vorbereitet hatten.

H. Angenendt
  




Die Bücherzelle 
von der Idee bis zum Probebetrieb

Bei einem unserer regelmäßigen Stammtische im "Pane e Vino" regte Gabriele Angenendt im Herbst 2017 an, dass in Groß Grönau eigentlich eine "Bücherzelle" fehlt. Sie erzählte von verschiedenen Ausführungen, die sie im Internet, aber auch in der Umgebung, z.B. in Einhaus und in Thandorf gesehen hatte. Das Konzept ist überwiegend die unentgeltliche Tauschbörse, d.h. man entnimmt ein Buch und hinterlässt stattdessen ein etwa gleichwertiges. Diese Idee fand im Ortsverband ungeteilten Zuspruch. 
Bei der Frage der Ausgestaltung einigte man sich auf die umgebaute Telefonzelle. Gedacht war zunächst an die alte gelbe Version, aber es stellte sich nach Recherchen im Internet heraus, dass nur noch die moderneren grau/magenta-farbenen Exemplare zur Verfügung standen. Hierfür wurde ein Preis von ca. 400,- € genannt. Nun wurde diskutiert, wie man die Gemeinde überzeugen kann, diese Investition zu tätigen.  
Von einer Telefonzelle, die im Wald bei Potsdam in einem Lager steht, bis zur betriebsfertigen Bücherzelle sind es vierhundert Kilometer und etliche kostenträchtige Schritte, die schwer zu kalkulieren sind. Dies wollten wir der Gemeinde nicht zumuten. Wir haben dann unseren Schatzmeister, Rainer Schulz-Taurnier, scharf angesehen, der dann nach einem Blick auf das Konto feststellte, dass sich in den vergangenen Jahren einige Mittel für Öffentlichkeitsarbeit dadurch angesammelt haben, dass wir die gelbe Zeitung aufgegeben haben. Also haben wir entschieden: Wir machen das!

Zunächst wurde der Gemeinde die Bücherzelle als Geschenk angeboten, das durch Beschluss der Gemeindevertretung angenommen wurde mit der Maßgabe, dass die Aufstellung an der Berliner Straße erfolgen sollte. Nach Abstimmung mit Herrn Reckling, dem Leiter des Bauhofs, musste das Fundament entsprechend den Vorgaben der Telekom hergestellt werden. Das übernahm das Baugeschäft Michael Willert unentgeltlich. Hierfür noch einmal herzlichen Dank! So konnte dann am 13. Juli der erste Spatenstich stattfinden.

Das Fundament wurde schneller fertig, als angekündigt, aber dann verzögerte sich die Aufstellung durch Urlaub in der Ausgabestelle in Potsdam. Am 6. September war es dann endlich soweit: Der Tourenplan der firmeneigenen Spedition der Fa. EUROIMMUN bot eine entsprechende Lücke, und die Fa. Groth & Ramm war mit ihrem Spezialkran zur Stelle. Dieser war noch nicht ganz fertig aufgebaut, als der LKW eintraf. Innerhalb von 20 Minuten war die Zelle dann abgeladen und aufgestellt. Das Ganze lief so schnell ab, dass unsere Fotografin es nur zur Aufnahme des Ergebnisses geschafft hat. Von der Aktion selbst gibt es daher keine Bilder. An dieser Stelle danken wir der Fa. EUROIMMUN, die denTransport ohne Kosten für die FDP durchgeführt hat.

Der nächste Schritt, der Anschluss der Beleuchtung wurde von Herrn Reckling koordiniert und von der Fa. Kemp durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass auf einige Einbauten verzichtet werden konnte, so daß Stellfläche für Bücher gewonnen wurde. An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Reckling für die konstruktive Zusammenarbeit.

Erst an der aufgestellten Zelle konnten die Maße für die Konstruktion des Regals abgenommen werden. Danach wurde Material eingekauft und das Regal aus unbehandeltem Fichten-Leimholz erstellt. Dieses wurde dann am 4.10. von Rainer Schulz-Taurnier und mir in die Zelle eingeschoben, wobei lediglich die Boden-Befestigungen geringfügige Verzögerungen verursachten - ansonsten passte es wie Zeigefinger in Nasenloch. So konnte der mittlerweile einsetzende Nieselregen der Holzkonstruktion nichts anhaben.

Schließlich - der Teufel steckt im Detail - waren noch einige Kleinigkeiten zu erledigen bis die ersten Bücher eingestellt werden konnten. Am 10.10. war es dann soweit: Die Bücherzelle steht der Öffentlichkeit zur Verfügung!

Hartmut Angenendt
 
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