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Arbeit des Ortsverbandes

Woran wir arbeiten
Die Bücherzelle - ein Sturmschaden
Regelmäßige Besucher der Bücherzelle haben es bereits bemerkt: Die Tür schließt nicht mehr. Schuld daran ist der Sturm im vergangenen November, der die Tür über den maximalen Öffnungswinkel aufgedrückt und damit die Mechanik beschädigt hat. Dadurch blieb die Tür etwa 500 mm weit offen. Wir als Initiatoren dieser Einrichtung hatten uns bei der Errichtung bereit erklärt, uns um den Inhalt zu kümmern. Die Zelle selbst ist durch Schenkung in das Eigentum der Gemeinde übergegangen, weshalb wir bei der Verwaltung angefragt haben, ob der Bauhof sich um die Reparatur kümmern wird. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung, das sei Angelegenheit der FDP. Wir haben dann Kontakt mit einer Metallbau-Firma aufgenommen, die sehr kurzfristig eine Reparatur versucht hat. Man muss dazu wissen, dass der Schließmechanismus eine Spezialkonstruktion der Post ist, für die es im Handel keine Ersatzteile gibt. Im Ergebnis stand die Tür nun etwa 25 mm weit offen. Dies war dem Metallbauer auch klar - er konnte aber für die Nachbesserung wegen Arbeitsüberlastung keinen Termin zusagen. Ein Frühjahrssturm hat dann den Schaden auf 95 mm vergrößert. Was nun? Wir werden demnächst mit dem neuen Bürgermeister, Ralf Johanneson, den Gesprächsfaden wieder aufnehmen.
H. Angenendt
Die Bücherzelle - eine Liebhaberei
Die Bücherzelle hat in den drei Jahren ihres Bestehens offenbar viele Freunde gewonnen. Viele Menschen stellen dort Bücher ein, so dass es hin und wieder sogar zur Überfüllung kommt. Gelegentlich sieht es so aus, als ob die Bestände aus Haushaltsauflösungen dort untergebracht werden. Dies ist dann wenig zweckdienlich, wenn die Bücher sehr abgegriffen oder beschädigt sind, oder wenn es sich um mehrbändige Nachschlagewerke handelt wie Lexika. So schwer es uns fällt - Bücher, von denen wir vermuten, dass sie niemand ausleihen wird, entsorgen wir. Das gilt übrigens auch für Zeitschriften und CDs; dafür ist die Bücherzelle nicht vorgesehen.
Wir freuen uns immer, wenn wir Menschen in dem Häuschen sehen, teilweise kauernd, die dort nach interessantem Lesestoff suchen. Bisweilen sieht es so aus, als ob sich professionelle Wiederverkäufer dort mit besonders wertvollen Stücken ausstatten. Das ist zwar nicht der Sinn der Einrichtung, kann aber nicht verhindert werden. Wir sind opimistisch, dass die Bücher auf diese Weise bei Liebhabern landen, was erfreulich wäre.
Es gibt noch eine dritte Gruppe von Besucherinnen und Besuchern, nämlich die, die mit ordnender Hand durch die Bestände gehen. Es ist schon mehrfach vorgekommen, dass wir unter Zeitdruck eine Blick in die Zelle geworfen haben und nur grob aufräumen konnten. Zwei oder drei Tage später sah das Ganze schon wieder ordentlich aus. Wir sind mittlerweile mehreren Damen begegnet, die uns erzählten, dass sie dort gelegentlich aufräumen. Das ist ein wunderbares Zeichen von Gemeinsinn!
Wir haben uns überlegt, dass wir uns bei Ihnen, die Sie - eventuell ohne es zu wissen - zu dieser Gruppe gehören, mit einem gemeinsamen Kaffetrinken bedanken wollen. Wir versprechen uns davon wechselseitiges Kennenlernen sowie Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Als Terminfenster haben wir vorläufig die letzte Woche der Sommerferien anvisiert; das ist die zweite August-Woche. Wenn Sie daran interessiert sind, teilen Sie uns bitte Ihre Adresse mit, damit wir Sie informiert halten können. Wir sind telefonisch unter 04509 8833 erreichbar. Wir werden dazu konkret mit einer Anzeige im MARKT einladen.
H. Angenendt
Traurig für die FDP: Landtagswahl 2022
Das Ergebnis der Landtagswahl 2022 für die FDP ist enttäuschend: ungefähr ein Drittel der Zweitstimmen sind in Groß Grönau 2022 gegenüber 2017 verloren gegangen. Dass es der SPD noch schlechter ergangen ist, kann uns nicht trösten. Man muss einfach feststellen, dass diese Wahl überwiegend nach anderen Aspekten entschieden wurde, als nach der geleisteten Arbeit der Regierungsmitglieder.
Jetzt geht es an die Vorbereitung auf die Kommunalwahl am 14. Mai 2023. Wir sind optimistisch, dass wir die Tendenz umkehren können.
Corona - die Pandemie ist nicht vorbei, aber...
das aktuelle Gesetz über die zulässigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus läuft im September aus. Die Länder fordern schon seit Monaten eine Verlängerung bzw. einen Ersatz. Justizminister Buschmann (FDP) bremste bisher aus gutem Grund: Eine Expertenkommission hatte den Auftrag, zum 30. Juni diesen Jahres einen Bericht darüber vorzulegen, welche Maßnahmen wie gut wirken. Wissenschaftler nennen das eine Evaluation. Der Hintergrund ist, dass viele Maßnahmen gefühlsmäßig unverzichtbar waren, ihre Nebenwirkungen aber nicht hinreichend bedacht wurden.
Die Länderregierungen wollten mehrheitlich nicht auf diesen Bericht warten, sondern forderten schnelle und umfassende Festlegungen, möglichst bundeseinheitlich. Sie wollten damit die Verantwortung auf den Bund verlagern, so dass sie sich um Fragen der Verfassungsmäßigkeit, der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit nicht hätten kümmern müssen. Ein Bundesgesetz, das erlaubt, per Landesverordnung Maßnahmen wie Ausgehverbote, Lockdowns oder Schulschließungen ohne Beteiligung der Parlamente anzuordnen, wäre der ideale "Werkzeugkasten".
Nun liegt die Evaluation der Expertenkommission vor, und das Ergebnis erinnert an Sokrates: "Ich weiß, dass ich nichts weiß". Ganz so dramatisch ist es nicht, denn wir wissen, dass wir das Virus in absehbarer Zeit nicht loswerden. Jeder kann sich jederzeit anstecken, egal welchen Grad der Immunisierung man erreicht hat. Wie die Bevölkerung davor geschützt werden kann, ist aus dem Bericht nur unvollständig zu entnehmen, weil Zahlen fehlen.
Dies ist sicher nicht auf Nachlässigkeit zurückzuführen, sondern auf den Datenschutz - die Version von Datenschutz, die von untergeordneten Behörden gern als Vorwand benutzt wird, um auch den zuständigen Parlamenten Auskünfte zu verweigern, selbst wenn sie nach anonymisierten Daten gefragt werden.
Was waren das doch für Zeiten, als Modellierer uns bis auf die zweite Nachkommastelle die Anzahl der Toten vorhersagen konnten, die bei Nichtergreifen einer bestimmten Maßnahme zu verantworten gewesen wären. Damals hatte man offenbar Zahlen, die man am Ende des Vorhersage-Zeitraumes leider nicht mit der Realität abgleichen konnte, weil man da schon mit der nächsten Prognose befasst war.
Wie geht es jetzt weiter?
Es ist zu erwarten, dass die Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz überarbeitet und damit Lockdowns, Ausgehverbote und Schulschließungen ausschließt. So klingt es jedenfalls aus Regierungskreisen. Anstrengungen zur Verbesserung des Impfschutzes werden sicher weitergeführt, weil die Wissenschaft sicher ist, dass dadurch das Risiko einer schweren intensivpflichtigen Erkrankung nach Infektion enorm verringert wird. Die Maskenpflicht wird es weiterhin geben, möglicherweise in abgewandelter Form. In Bussen und Bahnen sowie in den zugehörigen Wartebereichen sollte man schon im Eigeninteresse, aber auch aus Rücksichtnahme eine Maske tragen, besonders wenn man ins Gedränge gerät. Quarantäne zur Kontaktreduzierung wird es wohl nicht mehr geben, denn diese Maßnahme hat sich nicht bewährt. An die Stelle der Quarantäne tritt künftig wahrscheinlich die Verpflichtung zur häuslichen Absonderung. Vereinfacht gesagt: wer krank ist, muss zuhause bleiben, und zwar solange bis er oder sie nicht mehr ansteckend ist. Das ist aber eigentlich keine neue Idee, sondern gilt schon immer bei Grippe, schweren Erkältungen usw.
Das Leben wird wohl etwas entspannter bleiben, als zu Zeiten der ersten und zweiten Welle, aber ganz so unbefangen, wie vor Corona, wird es so schnell nicht. Die Hoffnung liegt jetzt auf der Forschung, die sich mit Therapien befasst, durch die Corona heilbar wird. Bis dahin: Bleiben Sie gesund!
H. Angenendt
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